Australien sieht auf Bildern oft ziemlich einzigartig und einfach aus!
Leere Strände.
Ein 4WD im Sonnenuntergang.
Campen direkt am Meer.
Und ehrlich gesagt: Genau deshalb lieben wir Roadtrips in Western Australia.
Trotzdem gibt es einige Dinge, die deutsche Reisende beim ersten Camping-Trip in Australien ziemlich überraschen. Manche wirken anfangs ungewohnt, andere machen das Reisen hier überhaupt erst so besonders.
Nach vielen Kilometern durch Süd- und Westaustralien sind uns genau diese Besonderheiten immer wieder aufgefallen — und wahrscheinlich werdet ihr einige davon früher oder später selbst erleben.
National Park Pass – früher oder später braucht man ihn sowieso
Sobald ihr in West Australien unterwegs seid, werdet ihr die Nationalparks schnell lieben lernen.
Viele der schönsten Orte liegen genau dort:
abgelegene Bush Camps, Wanderwege, Offroad-Tracks oder bekannte Highlights wie das National Window im Kalbarri National Park.
Für manche Parks benötigt ihr bereits für die Zufahrt einen Park Pass, bei anderen erst fürs Campen.
Für uns hat sich der Jahrespass bisher immer gelohnt.
Gerade wenn man mehrere oder längere Roadtrips plant, spart man sich damit nicht nur Geld, sondern auch das ständige Organisieren einzelner Tickets.
Fully Self Contained – plötzlich wichtig beim Campen
Was viele am Anfang überrascht:
Auch in Australien gibt es ein paar seltsame Regeln beim Campen.
Vor allem in abgelegenen Bush Camps, Nationalparks oder auf Farm Stays liest man plötzlich immer wieder denselben Begriff:
“Fully self contained”
Das war für uns anfangs ebenfalls komplett neu.
Im Grunde bedeutet das:
Ihr solltet möglichst unabhängig unterwegs sein und wichtig –> ihr benötigt eine eigene (chemische) Toilette inkl. Zubehör.
BertaTracks Insight
Wir haben immer ein Chemical Toilet an Board – man weiß ja nie wo man campen will 😉
Fire Ban & Campfires – Australien nimmt Feuer ernst
Camping und Lagerfeuer gehören für viele einfach zusammen.
In Australien gelten dabei allerdings deutlich strengere Regeln, als viele erwarten.
Vor allem während der Sommermonate herrscht in vielen Regionen Fire Ban — Lagerfeuer sind dann komplett verboten.
Anfangs wirkt das vielleicht streng.
Wenn man allerdings einmal gesehen hat, wie stark Buschfeuer ganze Landschaften verändert haben, versteht man diese Regeln ziemlich schnell.
Gerade in WA können Hitze, Wind und trockener Busch extrem schnell gefährlich werden.
Also checkt vorher, ob ihr Feuer machen dürft oder nicht und macht Feuer (auch wenn erlaubt) mit Sinn und Verstand!
Strandfahren – Reifendruck runter und einfach genießen
Das erste Mal direkt am Strand entlangzufahren gehört definitiv zu diesen typischen Australien-Momenten.
Fenster runter.
Meer neben euch.
Und plötzlich fährt man dort entlang, wo zuhause wahrscheinlich längst ein Naturschutzschild stehen würde.
Damit der erste Beach Drive entspannt bleibt, helfen allerdings ein paar einfache Dinge:
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- Reifendruck reduzieren
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- Bereits vor dem Strand in den 4WD schalten
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- Am Anfang lieber in bestehenden Spuren bleiben
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- Das eigene Tempo fahren — auch wenn manche Aussies deutlich schneller unterwegs sind
BertaTracks Insight
Sandfahren wird erstaunlich schnell entspannter, sobald man dem Auto etwas mehr vertraut — und den Reifen etwas weniger Luft gibt.
Handyempfang – plötzlich einfach weg
So gut das Netz in Städten wie Perth funktioniert, so plötzlich kann es außerhalb verschwinden.
Gerade auf längeren Roadtrips durch Western Australia gibt es viele Regionen ohne Empfang.
Und zwar wirklich ohne Empfang.
Deshalb gehören Offline-Karten in Australien fast schon zur Grundausstattung.
Je nachdem wie abgelegen ihr unterwegs seid, können zusätzlich sinnvoll sein:
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- UHF-Funk
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- Personal Locator Beacon
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- Satelliten-Kommunikation
Vor allem dann, wenn man alleine oder abseits der bekannten Strecken reist.
Die Distanzen in WA sind größer als gedacht
Auf Google Maps wirken 300 Kilometer erstmal ziemlich machbar.
In Western Australia bedeutet das allerdings schnell:
mehrere Stunden Fahrt, wenig Verkehr und teilweise stundenlang keine Tankstelle oder kein Empfang.
Gerade deutsche Reisende unterschätzen Entfernungen hier am Anfang oft komplett.
Wenn ein Australier sagt:
“Just around the corner”
… kann das trotzdem noch zwei Stunden entfernt sein.
BertaTracks Insight
Lieber früher tanken als später hoffen.
Irgendwo im Nirgendwo grüßt plötzlich jeder
In Deutschland fährt man meistens einfach aneinander vorbei.
In Western Australia ist das anders.
Egal ob auf abgelegenen Gravel Roads, kleinen Bush Tracks oder irgendwo mitten im Nirgendwo — plötzlich hebt jemand kurz die Hand aus dem Fenster.
Und irgendwann macht man automatisch mit.
Vielleicht liegt es an den langen Distanzen.
Vielleicht daran, dass man draußen einfach gegenseitig aufeinander achtet.
Aber genau diese kleinen Momente machen Roadtrips in WA oft besonders.
Der Sundowner wird irgendwann zum festen Ritual
Irgendwann passiert es automatisch.
Man sucht Campsites plötzlich nicht mehr nur nach Lage oder Zufahrt aus — sondern danach, wie der Sonnenuntergang dort aussieht.
Der Sundowner gehört in WA einfach dazu.
Vielleicht ist genau das auch eines der Dinge, die Australien so besonders machen:
Dass man unterwegs lernt, langsamer zu werden.
Fazit
Camping und Roadtrips in Western Australia fühlen sich für viele Deutsche erstmal ungewohnt an.
Manche Dinge wirken chaotisch.
Andere komplett frei.
Und genau diese Mischung macht das Reisen hier zu einem unvergesslichen Abenteuer!
Vielleicht sind es am Ende gar nicht die großen Sehenswürdigkeiten, die hängen bleiben.
Sondern eher die kleinen Momente:
*** Staubige Tracks *** Sand überall im Auto *** Campen unterm Sternenhimmel *** Sundowner am Strand *** Und das Gefühl, irgendwo mitten in Australien komplett alleine & frei unterwegs zu sein ***
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FAQ – Camping & Roadtrips in Westaustralien
Braucht man einen National Park Pass in Westaustralien (WA)?
Für viele Nationalparks in WA benötigt ihr einen Park Pass — entweder für die Zufahrt oder fürs Campen. Wenn ihr mehrere / längere Roadtrips plant, lohnt sich der Jahrespass meistens relativ schnell.
Was bedeutet „fully self contained“?
Damit ist gemeint, dass ihr möglichst unabhängig campen könnt. Viele Bush Camps oder Farm Stays verlangen deshalb eine eigene chemische Toilette und Wasserversorgung.
Kann man in Australien einfach am Strand fahren?
Ja — in vielen Regionen von Western Australia ist Beach Driving erlaubt. Wichtig sind allerdings ein geeigneter 4WD, der richtige Reifendruck und ein bisschen Recovery Ausstattung.
Gibt es überall Handyempfang in WA?
Nein. Vor allem außerhalb der Städte verschwindet der Empfang oft schneller als erwartet. Offline-Karten gehören deshalb fast schon zur Grundausstattung.
Wann gelten Fire Bans in Australien?
Vor allem in den Sommermonaten gelten in vielen Regionen strenge Feuerverbote. Vor jedem Camping-Trip sollte man deshalb die aktuellen Fire Restrictions prüfen.
Benötigt man ein 4WD um in Westaustralien zu campen?
Nicht unbedingt – es gibt einige Nationalparks, Farm Stays und Bush Camps die auch mit dem 2WD zugänglich sind. Trotzdem gibt es viele Strände und unzählige, wunderschöne Plätze, die nur mit dem 4WD erreichbar sind.
Was darf bei einem Roadtrip in Australien nicht fehlen?
Die wichtigsten Dinge, die wirklich nicht fehlen dürfen!
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- Ausreichend Trinkwasser
- Offline Karten
- Recovery Gear
- Kompressor
- Klappspaten
- Benzin – mehr als ihr vielleicht denkt
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